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Erneute Hakenkreuz-Schmiererei in Wriezen

Hakenkreuz-Schmierereien ziehen sich durch Wriezen

Wriezen - In der Nacht zum Samstag wurde in der Wriezener Innenstadt erneut eine Hakenkreuz-Schmiererei angebracht. Auf der Seitenwand eines Wohnblockes am Markt prangt seitdem ein circa 60 Zentimeter großes Hakenkreuz.

Bereits am 17. Oktober waren mehrere gesprayte Parolen und andere ungewollte Verzierungen im Wriezener Stadtgebiet angezeigt worden. So beschmierten Unbekannte auf einem Parkplatz mehrere Fahrzeuge sowie eine Fensterscheibe, ein Rollo und die Fassade eines Geschäftes am Markt mit braunen Hakenkreuzen. Des Weiteren war die Mauer vor der Gedenktafel am Standort der ehemaligen Synagoge in der Gartenstraße, die Feuerwehrzufahrt und ein Altkleidercontainer betroffen.

An einer Mauer in der Schützenstraße wurde in Riesenlettern "Antifa auf´s Maul" sowie "frei-sozial-national" aufgesprüht.

Lena Serath, Pressesprecherin der Antifa Bad Freienwalde äußert sich dazu wie folgt: "Derartige Symbole stellen eine außerordentliche Provokation dar! Als Schwerpunkt ihres Aktivismus versuchen Neonazis wieder häufiger einen regelrechten "Kampf um die Straße" zu führen. Mit ihrer Hass-Propaganda, die sie als "nationale Straßenkust" hochhalten, versuchen sie ein Klima der Angst zu schaffen. Darauf muss eine passende Antwort folgen!"

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen.

Antifa Bad Freienwalde, 24.10.2011

Neonazis aus Märkisch-Oderland bei Randale-Demo in Berlin

Mit von der Partie: Siegfried Catterfeld und Enrico Gesche aus Manschnow (v.l.n.r.)

Berlin - Über szeneinterne Kontakte mobilisierten Neonazis zum 14. Mai 2011 durch Berlin-Kreuzberg. Unter dem Motto: "Wahrheit macht frei! Die Herkunft der Täter beim Namen nennen!" wollten insgesamt 144 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet aufmarschieren, um Assoziationen zu der Parole "Arbeit macht frei" zu wecken, die über den Eingangstoren der Konzentrationslager Auschwitz und Dachau angebracht war. Angemeldet wurde der Aufmarsch von dem ehemaligen Strausberger Sebastian Schmidtke, früheres Führungsmitglied des selbstaufgelösten "Märkischen Heimatschutzes" und jetziger Landesvize der "Nationaldemokratischen Partei Deutschlands", NPD. Auch mit von der Partie: Die Märkisch-Oderländer Siegfried Catterfeld und Enrico Gesche aus dem Ortsteil Manschnow, die dem Kreisverband Märkisch-Oderland der NPD zuzuordnen sind.

Mobilisiert wurde zu der Demonstration ausschließlich über szeneinterne Kontakte. Auch die Polizei gab keine Informationen zum Ort der Veranstaltung an Bezirk, Öffentlichkeit oder Presse. Und so versammelten sich schließlich 144 Neonazis am Kreuzberger U-Bahnhof Mehringdamm, wobei sie schnell von mehreren hundert Menschen blockiert wurden.

Während eine große Gruppe von Neonazis versuchte aus der Blockade auszubrechen, griffen sie einige Menschen mit Migrationshintergrund sowie vier, auf dem Boden sitzende Gegendemostrant_innen an - die zum Teil schwer verletzt wurden. Die Polizei, die nicht in der Lage war die brenzliche Situation aufzulösen, ließ den Nazis ausreichend Spielraum, sodass diese ihre rassistische Ideologie in die Tat umsetzen konnten. Auch nach den Übergriffen wurden die Täter lediglich von der Polizei zur Seite gestoßen und durften anschließend den Ort des Geschehens ungehindert verlassen. Weder während noch nach der Tat gab es Bemühungen die Täter zu identifizieren oder festzunehmen.

Antifaschistische Gruppen werfen der Berliner Polizei im Nachgang Desinformationspolitik und Vertuschung vor und nennen nun die Täter selber beim Namen. Die Neonazis konnten auf Fotos des Überfalls als Täter identifiziert werden. Die jeweiligen Haupttäter sind auf der Seite www.antifa-berlin.info zu sehen. Außerdem findet sich dort ein Dossier, das jeden Teilnehmer der Demonstration, teilweise mit Namen und Wohnort, dokumentiert.

Antifa Bad Freienwalde, 16.05.2011

Neonazis agieren seit Januar unter neuer Bezeichnung

Am Transparent des FK-BRB: Robert Gebhardt, David Gast und Jan Wulff (v.l.n.r.)

Bad Freienwalde - Die so genannte "Kameradschaft Märkisch Oder Barnim" (KMOB) löste sich nach eigenen Angaben am 03. Juli 2010 selbst auf. Am Tag zuvor durchsuchten mehr als 130 Polizeibeamt_innen zeitgleich mehr als 20 Wohnungen, Garagen und Wirtschaftsgebäude von deren Mitgliedern. Seit Januar 2011 agieren sie derzeit unter der (neuen) Bezeichnung "Freundeskreis (Nord-) Brandenburg".

Mit dem Namen "Freundeskreis Brandenburg" (FK-BRB) traten sie das erste Mal mit einem Transparent, welches die Aufschrift: "Mord bleibt Mord - Freundeskreis Brandenburg" trug, am 15. Januar 2011 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Naziaufmarsch in Erscheinung. Dieses hielten David Gast und Jan Wulff aus Golzow. Die Demonstration sollte als Auftakt von Europas größtem Naziaufmarsch in Dresden (Sachsen) dienen.

Wenige Wochen später gründete Robert Gebhardt, damaliger Initiator der KMOB, via der Internet-Community "Jappy" eine Gruppe, die den einfallsreichen Namen "Freundeskreis Brandenburg" trug. Seit dem 27. Januar ist Gebhardt nicht nur Domaininhaber der KMOB Internetseite, sondern auch des "neuen" Zusammenschlusses FK-BRB.

Auf ihrem Webblog dokumentieren sie neben besuchten Demonstrationen, Gerichtsverhandlungen und Terminen auch eigene Mahnwachen. Wie etwa vom 13. März 2011 in Bernau (bei Berlin). Dort hatte man unter dem Motto: "Atomausstieg Jetzt! Solidarität mit Japan" eine Mahnwache auf dem örtlichen Marktplatz durchgeführt. Mit von der Partie waren die Eberswalder Kameradschaftsaktivisten David Ehling, Gordon Ehling und Pascal Rosin aus Eberswalde (Barnim) neben Andrea Punzel und Robert Gebhardt aus Bad Freienwalde sowie David Gast und Jan Wulff aus Golzow. Erwähnter Pascal Rosin verwaltet den YouTube-Account "mdbrandenburg", die Abkürzung für den "Mediendienst Brandenburg" von welchem ein Video der Veranstaltung gepostet wurde. Er unterstützte die KMOB bereits während derer ausgerufenen "Märkischen Aktionswochen" durch Videomaterial für die Mobilisierung und später mit Fotos von Gegendemonstrant_innen.

Die auf dem damalig aktivem KMOB-Webblog geposteten Bilder wurden mit einer Kamera geschossen, die Robert Gebhardt unter anderem am 24. Februar 2010 bei einer Mahnwache unter dem Motto: "Härteste Strafen für Kinderschänder" mit sich führte.

Er war die einzige Person, die bei der, vom Kreisverband Märkisch-Oderland der "Nationaldemokratischen Partei Deutschlands" (NPD) und KMOB durchgeführten Veranstaltung, der für das Fotografieren der Geschehnisse zuständig war. Mithilfe der Exif-Daten konnte im Folgenden festgestellt werden, wann diese Kamera genutzt wurde und somit darauf geschlossen werden, dass Robert Gebhardt als der Fotograf zu identifizieren ist. Demzufolge sind auch die Bilder vom 23. März 2011, als der FK-BRB gemeinsam mit dem Kreisverband Märkisch-Oderland der NPD eine Mahnwache durchführte, vermutlich Gebhardts Werk. Grund für die Veranstaltung in Bad Freienwalde bot eine Gerichtsverhandlung einer sexuellen Nötigung mit Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung. Es beteiligten sich rund 20 Neonazis, vorrangig Mitglieder der verbotenen Kameradschaft "Frontbann 24" aus Berlin.

Der Titel "Freundeskreis Brandenburg" ist bisher nur als Name eines Fanzines bekannt, welches sich der Betreuung von inhaftierten Rechten verschrieben hat. Bis zum Jar 2006 erschien das Heft unter dem Namen "Freundeskreis Brandenburg", dass jeweils mit antisemitischen Karikaturen, rassistischer Hetze und Interviews von Inhaftierten geprägt war. Die Zeitschrift erscheint auch heute noch, allerdings unter dem Titel "JVA-Report".

Antifa Bad Freienwalde, 27.03.2011


Drohungen und Angriffe von Neonazis sind Alltag in der Provinz. Falls ihr Zeuge oder Opfer eines rassistischen oder antisemitischen Angriffs in Bad Freienwalde und Umgebung werdet, nehmt Kontakt mit uns auf.

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